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Saranghae – eine Liebeserklärung an das K-Drama

Eine Anmerkung vorab: K-Dramas sind südkoreanische Fernsehserien, die alle Genres abdecken. Es gibt Thriller, Historienepen, aber auch Komödien – es muss also nicht immer dramatisch zugehen.

Eines haben sie jedoch gemeinsam: Sie sind intensiv.

Besonders beliebt sind Romanzen, und wer erst einmal Geschmack daran gefunden hat, will nichts anderes mehr sehen. Vor zwei Jahren hat es mich erwischt und seitdem bin ich verloren. Kein Wunder also, dass mein nächster Roman Züge eines K-Dramas aufweisen wird, vom Vollmond über den roten Regenschirm bis hin zum Rachethema – und natürlich der unerschütterlichen Liebe.

 

Anders als das Foto links aus meinem historischen Lieblingsdrama „My Dearest“ kommen die Plakate von K-Dramas häufig leicht-flockig daher. Davon sollte man sich keinesfalls täuschen lassen, denn was nach Schmonzette aussieht, kann ganz schnell zur Gefühlshölle werden. Meistens kommt es unerwartet und manchmal auch knüppeldick. Das Besondere daran? Nie weiß man, welche Wendung die Geschichte nehmen wird. Garantiertes Happy End? Von wegen! Am Ende einer Serie, die auch mal über 50 Folgen gehen kann, ist man oft ein Nervenbündel. Denn man kann nie wissen, wie es enden wird. Ich kenne Fans, die bewusst nicht weiter als bis zur vorletzten Folge mancher Serien schauen – aus Angst vor dem, was kommt. Häufig ist der Schluss so erschütternd, dass man sich nur schwer davon erholen kann. Es mag paradox klingen, aber genau das macht diese Serien so unwiderstehlich.  

 

Das Prinzip ist einfach: Die Macher zeigen die Höhen und Tiefen des Lebens und entscheiden dann, zu welchem Zeitpunkt in diesem Leben sie die Geschichte enden lassen. Häufig geht es gut aus, manchmal aber auch nicht.

 

Die Bildästhetik, die Musik, die Dialoge und die kleinen Gesten … Hach, die Poesie der kleinen Gesten … Die Drehbücher werden häufig von Frauen geschrieben, was vielleicht erklärt, warum die Männer in diesen Serien nicht von dieser Welt zu sein scheinen. Sie sind aufmerksam, diskret, aufopferungsvoll und treu bis in den Tod. Und doch haben sie wie alle anderen auch ihre Fehler und Probleme. Nur wenn es um ihre große Liebe geht, gibt es kein Halbherzig. Zu schön, um wahr zu sein? Im realen Leben vielleicht, aber nicht im K-Drama.
All das gilt auch für die C-Dramas, die chinesischen Pendants. Aber das ist eine eigene Geschichte – und würde heute den Rahmen sprengen.

 

Zum ersten Mal schwingt in einem meiner Romane etwas von dieser K-Drama-Magie mit. Eine Liebe, die sich Zeit nimmt, bevor sie alles riskiert.

 

Saranghae (사랑해) bedeutet übrigens „Ich liebe dich“.

 

Eure Amélie

 

 

 

 


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