Liebesgeschichten beginnen oft mit einem Missverständnis oder einem Blick. In meinem nächsten Roman beginnt sie mit einem Machtgefälle.
Sie ist seine Assistentin.
Er ist der Star am Set.
Er entscheidet, sie organisiert, fängt ab, gleicht aus. Und ja, er nutzt seine Position aus. Mit Allüren, mit Kontrolle und mit der Selbstverständlichkeit von jemandem, der es gewohnt ist, dass andere funktionieren.
Was ihn dabei besonders irritiert: Sie nimmt es nicht persönlich. Zumindest nicht am Anfang.
Sunny begegnet David nicht unterwürfig, sondern gelassen. Sie ist spontan, offen und manchmal vorlaut. Und genau das bringt ihn aus dem Konzept. Ihr sonniges Gemüt wirkt wie ein Störsignal in seinem auf Kontrolle und klare Hierarchien ausgelegten Alltag.
Beim Schreiben merke ich, wie viel Spannung aus dieser Konstellation entsteht. Und zwar durch Reibung.
Enemy to Lovers bedeutet für mich nicht, dass sich zwei Menschen hassen und plötzlich lieben. Vielmehr bedeutet es, dass sie sich zunächst gegenseitig reizen und währenddessen beim anderen etwas
auslösen, das sie zunächst lieber ignorieren würden.
Genau diese Spannung ist das Fundament meiner Geschichte. Dazu gehört aber die Erkenntnis, dass Gelassenheit manchmal provokanter sein kann als offene Gegenwehr.
Amélie
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Sylvia Conrad (Sonntag, 08 Februar 2026 12:13)
Hallo Amelie,
das klingt nach einer gänzlich neuen interessanten Idee und ist um so spannender zu lesen. Bin gespannt auf deinen neuen Roman.
Viele Grüße Sylvia
[email protected] (Mittwoch, 11 Februar 2026 15:21)
Vielen Dank! Ich bewege mich langsam, aber sicher auf das große Finale zu. :-)